Aalutsetten an der Förde: Kleine Aale, große Reise
Kleine Aale, große Reise – an der Flensburger Förde hieß es Aalutsetten. So nennt man es auf Platt, wenn junge Aale ausgesetzt werden. Was einst in der Schlei begann, hat längst auch bei uns an der Förde einen festen Platz.
Warum das Ganze? Dem Europäischen Aal geht es seit Jahren nicht gut. Sein Bestand hat in den vergangenen Jahrzehnte deutlich abgenommen, und viel zu wenige junge Aale finden noch von allein den Weg an unsere Küste. Also helfen wir nach. Der gezielte Besatz mit jungen Aalen gleicht wenigstens einen Teil der ausbleibenden natürlichen Einwanderung aus – ein wichtiger Baustein, um den Bestand zu stützen.
Die Kleinen bleiben nun erst einmal viele Jahre bei uns in den heimischen Gewässern. Erst dann treten sie ihre wohl beeindruckendste Reise an: die weite Laichwanderung bis in die Sargassosee vor der Küste Nordamerikas. Eine ganz schöne Strecke für so einen schmalen Kerl.
Möglich wird das alles nur durch großes ehrenamtliches Engagement. Deshalb geht unser Dank an alle Fischerinnen, Fischer, Helferinnen und Helfer, die den Aal nicht im Stich lassen.

